Trotz Eis und Schnee machten sich 16 Mitglieder des Kunstvereins auf den Weg ins Schloss Gottorf, um die Ausstellung des renommierten Malers Daniel Richter zu besuchen. Wir wurden von Dr. Fleischauer, dem Kurator der Ausstellung, durch die eindrucksvolle Schau geführt! Die Führung war wie immer äußerst unterhaltsam und vor allem informativ. Dr. Fleischauer verstand es trefflich, einen Weg aufzuzeigen, wie man sich Richter nähern kann.
Gezeigt wurden überwiegend großformatige Werke aus den vergangenen 15 Jahren – imposant in ihrer Wirkung und von beeindruckender Farbgewalt. Richter führt seine gegenständliche Malerei dabei immer wieder bis an die äußerste Grenze der Abstraktion. Dr. Fleischhauer dazu: »Das Gegenständliche in einem Bild, also der Inhalt, entscheidet nicht darüber, ob ein Bild gut ist, sondern die Art, wie es gemalt ist.«
Richter, Jahrgang 1962, fühlt sich der Haltung der »Dorfpunks« verbunden und nähert sich seinen Bildern über die Musik des Widerstands seiner Zeit. Diese Einflüsse sind in seinen Werken spürbar – kraftvoll, rebellisch und zugleich vielschichtig. Den exzellenten Abschluss der Ausstellung bildet ein zweistündiger Film über Daniel Richter, der tiefe Einblicke in seine Ansichten und sein künstlerisches Schaffen gewährt.
Richter überlässt die Interpretation seiner Bilder bewusst den Betrachtenden und vergibt nur selten Titel. »Seine Kunst wirkt universell – und wird auch in zwanzig Jahren, dann vielleicht in einem anderen Kontext, nichts von ihrer Faszination verloren haben.« So der Kurator.
Impressionen
Fotos: Christina Goedecke
