Kultur im Innenhof 2026

Zum vierten Mal organisierte der Kunstverein Schleswig und Umgebung das Sommerfest: Kultur im Innenhof.

Man muss es schon mal erlebt haben, diese konzentrierte Kunst im prächtig renovierten Innenhof des Verwaltungsgebäudes der Helios-Klinikums, vorgetragen von großartigen Künstler*innen.

Man muss aber auch dem norddeutschen Wetter Rechnung tragen, das uns Zuschauer alle Jahre mit Hitze, Regen, Wind und Kälte herausfordert.

Hier stellten Künstler*innen aus Schleswig und Eckernförde ihre Kunstwerke zum Thema »ZUKUNFT« hinter einer Rosenlaube aus. Draußen, vor den Zelten, wehten bunt bemalte Seidentücher.

Die Vorsitzende, Inke Asmussen, begrüßte die Gäste, den Chefdisponenten Herrn Bettlager der Heliosklinik als Gastgeber und die Intendantin des Landestheaters, Frau Dr. Lemm, die den Auftritt ihrer Schauspielerinnen und Schauspieler im Freien erleben wollte. Nicht nur zur Untermalung des Geschehens spielte das Jazz-Trio Miriam Sauls, sondern es stellte mit seinen intensiven und begeisternden Stücken auch einen Höhepunkt des Abends dar. Ihr zur Seite spielten Kai Stemmler am Bass, der Gitarrist Jorik Voit und seine Schwester Martje mit Saxophon. (Das Trio wuchs zu einem Quartett auf). Die Zuhörer dankten mit lautem Applaus.

Die Mitglieder des Landestheaters, Karin Winkler und René Rollin, zogen mit ihren selbst verfassten Texten uns Zuhörer*innen und Zuschauer*innen in ihren Bann. Es waren nachdenkliche und lustige, auch satirische Texte, die unsere Aufmerksamkeit erforderten, Gedanken über Leben und Tod, Zukunftsperspektiven, nicht nur zum Fürchten, sondern auch als Hoffnung zu interpretieren. Solche wohlformulierten Gedanken zu hören, gehört schon zu den Höhepunkten dieser Veranstaltung.

Wie jedes Jahr wurden den Gästen zu Brezeln Wein und Selter angeboten. Nur die abendliche Kälte beendete die Veranstaltung.
Text: Christian Conrad, Plakatentwurf: Bernd Wilms
Fotos: M. Roos und C. Conrad

Frühstück und Kunst im Quartier 36

Kunstgenuss verbunden mit einem leckeren Frühstück – das war die Idee hinter dem ersten Kunstfrühstück im Quartier 36.

In kleiner Runde hatten wir heute noch einmal die Gelegenheit, die aktuelle Ausstellung »Islandreise – þetta reddast« in den Räumen des Quartier 36 in aller Ruhe zu erleben. Das Künstlerehepaar Susanne und Martin Jung führte uns persönlich durch ihre beeindruckende Fotokunstausstellung und beantworteten zahlreiche Fragen zu den Entstehungsorten der Aufnahmen sowie zu den verwendeten Bearbeitungstechniken.

Die Werke konnten intensiv betrachtet und besprochen werden, wobei sich immer wieder neue Details entdecken ließen. Die besondere Motivwahl und die ungewöhnlichen Perspektiven eröffnen den Besucherinnen und Besuchern einen Blick hinter die Kulissen der allseits bekannten Islandmotive. Beim Betrachten der Fotografien entwickelt sich eine ganz eigene Sogwirkung – fast unwillkürlich tritt man näher heran, um die feinen Strukturen und verborgenen Einzelheiten zu erkunden.

Die großartige Ausstellung ist noch bis Ende Juli zu sehen und lädt dazu ein, Island aus einem neuen, faszinierenden Blickwinkel zu entdecken.

Impressionen
Fotos: C. Goedecke und Mitarbeiterin des Kulinar 36

Openair-Vernissage im Arten Eden

Seit Tagen liefen die Vorbereitungen für die Eröffnung der Ausstellung »Natur« im Artenschutzzentrum Arten Eden auf Hochtouren. Am 20. Juni 2026 war es dann soweit: 70 Bilder und Skulpturen von 31 Künstlerinnen und Künstlern unseres Kunstvereins sowie der Ateliergemeinschaft Carlshöhe Eckernförde warteten darauf, eingebettet in die traumhafte Gartenlandschaft, entdeckt zu werden.

Die erste Open-Air-Kunstausstellung im Arten Eden ist keine gewöhnliche Kunstschau. Die Idee bestand darin, Kunst inmitten der Natur zu präsentieren und eine Symbiose zwischen Mensch, Kunst, Natur und diesem besonderen Ort zu schaffen.

Die eingereichten Originalwerke wurden professionell fotografiert und anschließend auf Alu-Dibond-Platten aufgezogen. Dadurch sind sie wetterfest und können noch bis Oktober im Arten Eden besichtigt werden.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung um 15 Uhr fanden sich zahlreiche Gäste ein, um durch die zauberhafte Anlage zu schlendern und die Ausstellung in aller Ruhe zu entdecken.

Sichtlich bewegt ließen Thorsten und Meike Roos, die beiden Kuratoren der Ausstellung, in ihren Eröffnungsreden den Werdegang des Projekts noch einmal Revue passieren – von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung. Ihr besonderer Dank galt allen, die sich mit großem Engagement für dieses außergewöhnliche Vorhaben eingesetzt und dazu beigetragen haben, es Wirklichkeit werden zu lassen.

Auch Inke Asmussen zeigte sich begeistert über die gelungene Zusammenarbeit und die einzigartigen Möglichkeiten, Kunst unter freiem Himmel inmitten einer beeindruckenden Naturlandschaft zu präsentieren.

Bei strahlendem Sommerwetter, chilligen Klängen und gekühlten Getränken ließen sich die Besucherinnen und Besucher noch lange nach der offiziellen Eröffnung durch die Anlage treiben, genossen Kunst und Natur in perfekter Harmonie und wurden von der ganz besonderen Atmosphäre dieses magischen Ortes regelrecht verzaubert.
Impressionen:
Fotos: I. Demasius, M. Roos, C. Goedecke

Kunstverein-Schnack kommt gut an

Am 20. Mai folgten zahlreiche Mitglieder des Kunstvereins sowie Gäste der Einladung zum Kunstverein-Schnack ins Kulinar 36. In lockerer und entspannter Atmosphäre wurde angeregt geschnackt, gelacht und sich ausgetauscht. Inke Asmussen informierte die Teilnehmenden über bevorstehende Termine und Veranstaltungen des Vereins und stellte außerdem einige Vorstandsmitglieder mit ihren jeweiligen Aufgabenbereichen vor.

Meike Roos berichtete anschaulich von den Vorbereitungen zur Ausstellung »NATUR« im Arten Eden in Eggebek. Die Vorfreude auf die Vernissage war deutlich spürbar, ebenso das große Interesse an der Ausstellung, bei der sowohl Bilder als auch Skulpturen gezeigt werden. Präsentiert werden Werke von Mitgliedern des Kunstvereins sowie von Künstlerinnen und Künstlern des NaKu e. V. Eckernförde.

Ein weiteres schönes Angebot brachte Jutta Heilmann, Vorsitzende des NaKu e. V., mit: Sie bot den Mitgliedern unseres Kunstvereins die Möglichkeit, während der »Offenen Ateliers« im kommenden Frühjahr in den Räumlichkeiten auf der Carlshöhe auszustellen.

Wer zwischendurch noch Lust hatte, konnte ganz in Ruhe die aktuelle Ausstellung „Islandreise – Þetta reddast“ im Quartier 36 besichtigen. Es hat viel Freude gemacht, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig besser kennenzulernen. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen im Kulinar 36. Bis dahin!

Zweiter Künstlerstammtisch

Der zweite Künstlerstammtisch des Kunstvereins war mit 16 Teilnehmenden nicht nur gut besucht, sondern auch ausgesprochen lebendig. Als Einstieg in den Abend sorgte Klaus Müller für Schwung – mit einem »kurzen« Kunstreferat zum Thema »Kunst – was soll das?«. Die Anführungszeichen sind dabei durchaus ernst gemeint, denn aus dem kurzen Impuls entwickelte sich rasch eine ausgiebige, engagierte und stellenweise auch leidenschaftliche Diskussion. Es ging um nicht weniger als die Stellung und Wertigkeit von Kunst und Kultur in unserer heutigen Zeit, wo fortlaufend finanzielle Mittel für Kultur– und Kunstprojekte auf allen Ebenen gekürzt werden, bis hin zu Unterrichtsausfällen in Fächern wie Musik und Kunst an unseren Schulen. Und wer entscheidet das eigentlich?

Der Austausch zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Perspektiven innerhalb der Runde sind – und wie anregend genau diese Vielfalt sein kann. Dabei wurde auch deutlich, dass ein Künstlerstammtisch keine einfache Angelegenheit ist. Die Vorstellungen darüber, wie ein solcher Austausch aussehen soll, sind ebenso unterschiedlich wie die inhaltlichen Positionen selbst: freies Gespräch oder klare Struktur, Diskussion oder Präsentation, Zuhören oder Mitmachen? Bestimmt von jedem etwas, aber wir üben noch!

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Annegret Vahle noch die zukünftige Ausstellung »Irische Impressionen« von Claus Vahle vor und gab damit einen inspirierenden Ausblick auf das Kommende. So endete der Abend mit neuen Denkanstößen, Vorfreude auf die nächste Ausstellung und der leisen Erkenntnis: Ein Künstlerstammtisch ist vielleicht nicht einfach – aber genau deshalb unbedingt lohnenswert.

Künstlerstammtisch geht an den Start

Heiterer Auftakt beim ersten Künstlerstammtisch im Quartier 36

Mit viel guter Laune und kreativer Energie fand am vergangenen Donnerstag der erste Künstlerstammtisch des Kunstvereins im Quartier 36 statt. Insgesamt 15 Mitglieder folgten der Einladung und machten den Abend zu einem lebendigen Treffpunkt des Austauschs und der Inspiration.

In entspannter Atmosphäre wurde nicht nur über bevorstehende Aktivitäten und Angebote des Kunstvereins gesprochen – auch persönliche Projekte, Ideen und Wünsche fanden reichlich Raum. Schnell wurde klar: Der Wunsch nach mehr Miteinander und kreativem Dialog ist groß.

Umso erfreulicher, dass die Idee eines regelmäßigen Stammtisches auf begeisterte Zustimmung stieß. »Endlich haben wir einen Ort, um uns auch außerhalb der offiziellen Veranstaltungen kennenzulernen und auszutauschen«, war aus mehreren Ecken zu hören.

Der nächste Künstlerstammtisch ist bereits in Planung – am 8. Januar 2026 wird wieder geschnackt. Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich willkommen!

Kreative Köpfe, gute Gespräche – so darf es gerne weitergehen. Ein ganz großes Dankeschön an Janine Willhöft für ihre Gastfreundschaft!

Kultur im Innenhof

Am Freitag, 27. Juni 2025, luden der Kunstverein Schleswig und Umgebung, das Helios Klinikum und das Schleswig-Holsteinische Landestheater zum dritten Mal zu »Kultur im Innenhof« ein.
Dieser Abend wurde ein ganz großer Erfolg. Allein die Kulisse des Innenhofes des Verwaltungsgebäudes der Helios Fachklinik bot den zahlreichen Gästen bei strahlender Sonne einen tollen Anblick mit den weißen Fassaden, dem zentralen Brunnen, den Sitzgruppen unter den Sonnenzelten und den zwei Rosenbüschen vor den Arkaden.
Hier begrüßte die Vorsitzende Inke Asmussen die Mitglieder und Gäste und stellte die mitgebrachten Bilder zum diesjährigen Motto »Liebe« vor, ebenso das Jazztrio mit dem Bassisten Kai Stemmler und dem Gitarristen Jorik Voit. So begeisterten wir uns über die unvergleichlich schöne Stimme von Miriam Sauls, die ihre innigen Lieder mit voller Kraft der LIEBE widmete. Trotz der unvermutet eingebrochenen Kälte »erklatschte« sich das Publikum eine Zugabe. Inke Asmussen begrüßte außerdem schon zum zweiten Mal die Schauspielerin Karin Winkler und den Schauspieler René Rollin vom Schleswig–Holsteinischen Landestheater. Beide bildeten den künstlerischen Mittelpunkt des Abends mit ihrer, von René Rollin zusammengestellten, Lesung über das Liebesleben Bertolt Brechts. Eine bemerkenswerte Konstellation der Liebe zwischen einem Mann und zig Frauen, brillant vorgetragen.
Mit Brezeln, Dip und Wein wurde der Abend genossen, bis die abendliche Kälte die Gäste nach Hause trieb. Den Erlös der Veranstaltung übergab Inke Asmussen an die Vorsitzende des Fördervereins für Palliativmedizin im Helios Klinikum Schleswig, Frau Ines Bohne.

Text: Christian Conrad
Fotos: Meike Roos und Horst Hoppe
Impressionen

Gemütlicher Jahresausklang in der Wikingerschänke

Einmal ganz anders fanden sich Mitglieder unseres Vereins zum Jahresende zu einem gemütlichen Beisammensein in der Wikingerschänke in Busdorf ein. Das Buffet bot drei verschiedene Spareribs vom Wildschwein, vom Rind und vom Schwein an. Dazu gab es viele verschiedene Salate und Beilagen, die alle aus »feinheimischen« Gemüsen und Zutaten gezaubert waren. So kamen auch Vegetarierinnen und Veganerinnen zu ihrem Recht. Annegret Vahle hatte einige Spiele vorbereitet, die wir aber auf einen anderen Tag verschieben mussten. Die Tafel war so lang, dass es schwierig gewesen wäre, alle zu erreichen. Insgesamt haben sich wohl alle wohl gefühlt und es fanden interessante Gespräche statt. Wir waren uns einig, dass wir uns auf ein neues Jahr der Kunst freuen.

Frohes neues Jahr wünscht Euch/Ihnen Ihre Inke Asmussen!

Kultur im Innenhof 2024 »Hoffnung«

Fotos: M. Roos und J. Tschesch

Das Besondere der Veranstaltung in diesem Jahr war, dass zum Thema »Hoffnung« die Zusammenarbeit des Helios Klinikums, unseres Kunstvereins und dem Schleswig-Holsteinischen Landestheaters ein besonderes kulturelles Erlebnis möglich machte.

Karin Winkler, Schauspielerin am Landestheater, las unter widrigsten Bedingungen und in beeindruckender Weise Texte über die Würde des Menschen und deren Verankerung in den jeweiligen Fassungen unseres Grundgesetzes. René Rollin, ebenfalls Landestheater, trug das »Vorspiel auf dem Theater« aus Goethes FAUST 1 vor und überzeugte mit seiner großen schauspielerischen Kraft. Gerhard Breier begleitete den Abend mit ausgesucht schönen Melodien. Unsere kunstschaffenden Mitglieder zeigten, wie auch schon in den Vorjahren, eine kleine Auswahl ihres Könnens in der Freiluftgalerie des schönen Innenhofes des Verwaltungsgebäudes. Leider setzte, fast pünktlich zum Auftakt des Abends, starker Regen ein und in Windeseile wurde aus unserer »Open-Air-Veranstaltung« ein wirklich gemütlicher »Indoor-Kultur- Event«. Ganz anders als geplant, aber dafür sehr intensiv, erlebten wir einen Kulturabend der besonderen Art.

Einweihungsfeier unserer neuen Räume

Am 25. April 2024 war es soweit, die neuen Räume des Kunstvereins Schleswig und Umgebung e. V. konnten eingeweiht werden. Im Mühlental 5 in Schleswig befinden sich nun in einem ehemaligen Magazingebäude des Helios Klinikum Schleswig unser großzügiger Konferenzraum, zwei Malräume, ein Archiv und ein Musikzimmer. Alle Räume sind hell und freundlich und wir freuen uns auf viele kreative Stunden. Die Räume werden uns dankenswerter Weise vom Helios Klinikum unentgeldlich zur Verfügung gestellt.
Inke Asmussen (1. Vorsitzende) bedankte sich in ihrer Begrüßungsrede ausdrücklich bei allen, die geholfen haben, vom Kreativhuus ins Mühlental umzuziehen.
Gleichzeitig würdigte der Kunstverein auch das Wirken und Engagement unseres ehemaligen 1. Vorsitzenden Jürgen Wind, der viele Jahre Außerordentliches für den Kunstverein geleistet hat.
Abgerundet wurde die Feier mit einem geselligen Zusammensein am „Bring your own“ Buffet, das von den Mitgliedern liebevoll gestaltet wurde.

Fotos: Joachim Tschesch