KONTRASTE, die verbinden

Mit einer gut besuchten Vernissage hat der Kunstverein Schleswig die Ausstellung »KONTRASTE« im Quartier 36 eröffnet. Zu sehen sind Werke der Künstlerinnen Laimute Busch, Angelika Prüsch und Marianne Harms–Metzger, die aus dem kreativen Umfeld des NaKu Carlshöhe e. V. in Eckernförde stammen. Die Ausstellung ist Teil der erfolgreichen Kooperation zwischen der Carlshöhe und dem Kunstverein Schleswig und Umgebung e. V..

Schon der Titel der Ausstellung macht neugierig: »KONTRASTE«. Wie vielfältig dieser Begriff verstanden werden kann, zeigte Klaus Müller in seiner ebenso kenntnisreichen wie anregenden Laudatio. Er näherte sich dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Seine Gedanken boten den Besucherinnen und Besuchern einen inspirierenden Zugang zu den ausgestellten Arbeiten, die mit unterschiedlichen Techniken, Bildsprachen und Ausdrucksformen in einen spannenden Dialog treten.

Für den musikalischen Rahmen sorgte Bianca Brüdgam mit ihrem Akkordeon. Mit großer Virtuosität und viel Gespür für Atmosphäre begleitete sie die Ausstellungseröffnung und begeisterte das Publikum. Der lang anhaltende Applaus war Ausdruck der großen Wertschätzung für ihren Auftritt. Ihre Musik griff das Thema der Ausstellung auf und verband die unterschiedlichen Eindrücke der Vernissage zu einem harmonischen Ganzen.

Unser besonderer Dank gilt Bernd Wilms, dem Kurator des Kunstvereins Schleswig. Mit einem feinen Gespür für künstlerische Qualität hat er die drei Künstlerinnen für diese Ausstellung gewonnen, gemeinsam mit ihnen die Werke zusammengestellt und sie im Quartier 36 überzeugend in Szene gesetzt. So entstand eine Präsentation, in der die einzelnen Positionen ihre Eigenständigkeit bewahren und zugleich ein stimmiges Miteinander entwickeln, das Thema Kontraste immer im Blick behaltend.

Wir freuen uns sehr über die gelungene Zusammenarbeit mit dem NaKu Carlshöhe e. V. in Eckernförde und darüber, diese drei beeindruckenden künstlerischen Handschriften in Schleswig präsentieren zu können.

Die Ausstellung »KONTRASTE« ist während der regulären Öffnungszeiten des Quartier 36 zu sehen. Wir laden alle Kunstinteressierten herzlich ein, die »Galerie des Kunstvereins« zu besuchen.

Fotos: H. Hoppe und C. Conrad und C. Goedecke

 

Zu Gast im Stadtmuseum

Am 4. Februar 2026 waren die Mitglieder des Kunstvereins zur Vernissage einer außergewöhnlichen Ausstellung »Sichtwechsel – Wechselsicht« in den Räumen des Fotoclubs Schleswig eingeladen. Zu sehen sind Arbeiten der beiden Malerinnen Stephanie Hartstang (Aquarell und Mixed Media) und Maike Osterkamp (Acryl) sowie der Fotografen Thomas Hartstang und Jörg Böttger. Schon zur Eröffnung wurde deutlich: Diese Schau geht über eine klassische Präsentation von Kunstwerken hinaus und eröffnet neue Sichtweisen.

Das besondere Konzept der Ausstellung liegt in der gegenseitigen Kuratierung: Die Künstlerinnen und Künstler wählten jeweils die Werke der anderen aus. So entstand ein spannender Dialog zwischen Malerei und Fotografie – ein Blick von außen auf das eigene Schaffen, ergänzt durch feinsinnige, teils humorvolle charakterliche Zuschreibungen. Genau dieser Perspektivwechsel erklärt den Titel der Ausstellung und macht ihren Reiz aus. »Sichtwechsel – Wechselsicht« ist eine sehr persönliche, überraschende und absolut sehenswerte Ausstellung. Neugierig geworden? Auf der Website des Fotoclubs finden sich in Kürze weitere Termine, an denen die Künstlerinnen und Künstler persönlich anwesend sein werden.

Neue Ausstellung im Quartier 36: Wandlungen

Am Freitag, den 21. November 2025 war es wieder so weit: Der Kunstverein eröffnete eine weitere spannende Ausstellung, kuratiert von Bernd Wilms, in den Räumen des QUARTIERS 36 mit Arbeiten von Heidemarie Utecht und Jutta Heilmann. Beide Künstlerinnen sind im Verein Natur & Kultur Carlshöhe in Eckernförde (nakuev) beheimatet und noch bis zum 23. Januar 2026 zu Gast in Schleswig.

Die Ausstellung mit dem Titel »Wandlungen« zeigt faszinierende Monotypien von Heidemarie Utecht, deren Arbeiten  sich durch eine kraftvolle Bildsprache auszeichnen, die vorwiegend abstrakt angelegt ist und den Betrachtenden nicht nur in ihren Bann zieht, sondern auch anregt, sich sein ganz eigenes Bild zu machen.

Jutta Heilmann zeigt mit ihren Skulpturen eine völlig andere, aber ebenso beeindruckende Perspektive. Ihre Werke aus den verschiedensten Steinarten sind durchdachte Kompositionen von Form und Raum. Die Skulpturen sprechen eine klare, aber zugleich subtile Sprache mit fast erzählerischer Qualität in sich, die beim Betrachten zum Nachdenken anregt.

Jutta Heilmann und Heidemarie Utecht haben entschieden, diese Ausstellung mit dem Titel „Wandlungen“ zu versehen. »Warum?«, fragt sich Klaus Müller, der Laudator, der mit einem exzellenten Vortrag in die Ausstellung einführte. Zum Begriff »Wandlungen« führte er Folgendes aus:
»Der Begriff wird religiös und profan verwendet. Die Kirche bezeichnet damit z. B. die Idee, dass Brot und Wein zu Leib und Blut Jesu werden, ohne ihre eigentliche Form und ihren Geschmack zu verändern. Profan heißt es kurz und knapp: „Das Leben ist eine ständige Wandlung.“ Beides hilft, den Titel zu verstehen.
Die Wandlung eines Gegenstands, ohne ihn selbst zu verändern, finden wir in der Kunst häufig. Als krasse Beispiele können der „Flaschentrockner“ und die „Fontäne“ von Marcel Duchamp gelten. Beide unverändert, aber jetzt im Museum. Hier sehen wir den Granitblock von Jutta Heilmann – nicht mehr am Strand, sondern in der Galerie. Die Bilder von Heidemarie Utecht an den Wänden sind unveränderlich, können aber viele Titel tragen. Die Verknüpfung von Bild und Skulptur, wie im Plakat zu sehen, erzeugt eine neue Wirklichkeit und bewirkt im Betrachter eine neue individuelle Wandlung im Bewusstsein. Jedes Erlebnis verwandelt uns. Alles, was uns widerfährt, alles, was uns berührt, bewirkt etwas in uns, all das hat verwandelnde Kraft. Man muss sie jedoch wirken lassen, man darf sich ihr nicht versperren.«

Musikalisch wurde die Vernissage von der Band »Ulis Ad Hoc Band« begleitet, die sich in dieser Zusammensetzung spontan zusammengefunden hatte und mit ihren leisen melodischen Klängen das Publikum verzauberte. Danke auch an Janine Willhöft und ihr Team für die Gastfreundschaft im Quartier 36. Wir laden Sie herzlich ein, sich von der neuen Ausstellung beeindrucken zu lassen!

Impressionen
Fotos: Goedecke/Roos/Hoppe

Ausstellung »Naerved – Beinahe« im Kunsthaus Kappeln eröffnet

Das Kunsthaus Kappeln lud zur Vernissage der Ausstellung »NÆRVED – BEINAHE«, kuratiert von der dänischen Künstlerin Lone Borgersen. Wie so oft bei den Ausstellungen in dem liebevoll geführten Haus in Kappeln war auch diesmal der Kunstverein Schleswig herzlich eingeladen.

Die Ausstellung »NÆRVED – BEINAHE« ist das Ergebnis einer engen freundschaftlichen und kulturellen Verbindung zwischen der Stadt Kappeln und dem dänischen Fåborg auf der Insel Fünen. In diesem Geist ist auch das Konzept der Ausstellung gewachsen: vier Künstlerinnen aus Dänemark zeigen Arbeiten, die in unterschiedlicher Technik, aber mit einem gemeinsamen Fokus auf die Natur entstanden sind. Natur und Landschaften, die unseren im schleswig-holsteinischen Angeln sehr ähnlich sind.

Ob in filigranen Kaltnadelradierungen von Kirsten Hesselager, fein gearbeiteten Skulpturen von Sabine Jensen, zarten Aquarellen von Lone Borgersen oder ausdrucksstarken Ölbildern von Brigitte Lykke Madsen – die Werke fordern keinen lauten Auftritt, sie laden vielmehr zum Innehalten ein. Sie berühren, wie ein leiser Gedanke, ein Gefühl, das man kaum benennen kann. Es ist diese stille Intensität, die den Besuch der Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis macht. Man meint, nicht nur Landschaft zu sehen, sondern sich selbst darin zu begegnen –nahezu, beinahe.

Lone Borgersen, selbst bildende Künstlerin aus Fåborg, hat die Ausstellung mit sicherem Gespür für die Harmonie der Arbeiten kuratiert. Ihre Auswahl unterstreicht nicht nur das feine Zusammenspiel der Exponate, sondern auch die grenzüberschreitende Kraft der Kunst. In ihrer kurzen Ansprache zur Eröffnung dankte sie dem Kunsthaus Kappeln für die herzliche Zusammenarbeit und betonte die Bedeutung des künstlerischen Austauschs über Ländergrenzen hinweg.

Das Kunsthaus Kappeln beweist mit dieser Ausstellung einmal mehr seine Bedeutung für die Kulturszene der Stadt. Regelmäßig lädt es Künstler*innen aus der Region ein und schafft damit Räume für Dialog und Begegnung – mit Kunst, mit anderen Menschen, mit sich selbst. Mit der Ausstellung  »NÆRVED – BEINAHE« ist dies wieder sehr gut gelungen. Danke für die Einladung!

Die Ausstellung ist noch bis 14. Dezember 2025 im Kunsthaus Kappeln zu sehen. Ein Besuch lohnt sich – beinahe unausweichlich.

Kunstschaffende der Ateliergemeinschaft Carlshöhe zu Gast in Schleswig

Fünf Positionen der Malerei mit Ursula Freiwald, Rosa Hipp, Dagmar Petersen, Jutta Müller und Detlef Klein

Am 1. August 2025 war es wieder so weit: Das Quartier 36 in Schleswig öffnete seine Türen für eine besonders spannende Vernissage des Kunstvereins Schleswig. In einem festlichen Rahmen präsentierte die Ateliergemeinschaft Carlshöhe aus Eckernförde ihre Werke – eine Begegnung, die es in sich hatte.

Die Ausstellung zeigt, was passiert, wenn talentierte Köpfe und geschickte Hände aufeinandertreffen. Und das war schon an diesem ersten Abend unübersehbar: Die Werke sind so vielfältig wie die Künstler selbst. Jeder Pinselstrich, jedes Bild sprühen vor Kreativität und handwerklichem Können, das sich in jeder Ecke des Ausstellungsraums widerspiegelt. Vom abstrakten Gemälde bis hin zu ausdrucksstarken stilisierten menschlichen Gesichtern – die Ausstellung ist ein Kaleidoskop an Formen und Farben, die es zu entdecken gilt.

Ein besonderer Moment des Abends war die Laudatio von Klaus Müller, der mit seinem umfassenden Vortrag die Besucherinnen und Besucher in die Welt der ausstellenden Künstlerinnen und des Künstlers entführte. Mit viel Wissen und Feingefühl beschrieb er die verschiedenen Arbeiten und das kreative Schaffen der Künstlerinnen – dabei ging er nicht nur auf die Techniken ein, sondern auch auf die inspirierenden Geschichten und Gedanken, die hinter den Werken stecken. So wurde die Ausstellung nicht nur eine visuelle Reise, sondern auch eine geistige Entdeckungsreise.

Die erste Vorsitzende des Kunstvereins Schleswig, Inke Asmussen, begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste herzlich und freute sich, die Ateliergemeinschaft Carlshöhe im Quartier 36 willkommen zu heißen. Ihre Worte waren ebenso einladend wie voller Vorfreude auf die bevorstehende Zusammenarbeit. »Es ist eine wunderbare Möglichkeit, die Kreativität der Ateliergemeinschaft Carlshöhe hier in Schleswig zu erleben. Wir hoffen auf eine gute und fruchtbare Kooperation und sind gespannt, was noch alles in den kommenden Monaten auf uns wartet«, sagte Asmussen und stimmte die Anwesenden auf die weitere gemeinsame Veranstaltungen ein. Besonders bedankte sie sich bei unserem Mitglied Bernd Wilms, der die Idee zur Ausstellung hatte und diese meisterlich kuratierte.

Die Ateliergemeinschaft Carlshöhe, ein kreatives Netzwerk aus Eckernförde, zeigte an diesem Abend einmal mehr, wie Kunst überregional verbindet und über Stadtgrenzen hinweg inspirieren kann. Die Werke – so unterschiedlich sie auch sind – haben eines gemeinsam: Sie laden ein, in die Gedankenwelt der Künstler einzutauchen und sich von der Vielfalt der Ausdrucksformen verzaubern zu lassen.

Ein gelungener Abend, der mit dem »Kunstverein Schleswig« und der »Ateliergemeinschaft Carlshöhe« zwei kreative Netzwerke zusammenführte, die beweisen, dass Kunst nicht nur ein Medium ist, sondern ein echtes Band der Verbundenheit und Inspiration. Wir dürfen gespannt sein, was die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren noch bringen wird. Ganz herzlichen Dank auch an Anke Steensbeck, die den Abend mit Gitarre und Gesang musikalisch begleitete.

Die Ausstellung ist bis zum 24. Oktober 2025 zu besichtigen und lohnt sich auf jeden Fall für alle, die sich für moderne Kunst und außergewöhnliche Werke begeistern können. Also, wer noch nicht da war – schnell hin und eintauchen in eine Welt voller Farbe, Form und Inspiration!

Fotos: Horst Hoppe und Klaus Müller
Redaktionelle Beratung: Bernd Wilms
Impressionen