Magische Momente
im Quartier 36

Der Kunstverein Schleswig lud am 8. Mai 2026 zu seiner zweiten Vernissage in diesem Jahr ins Quartier 36 ein. Es sollte eine Veranstaltung werden, an die sich alle, die sie miterleben durften, sicherlich noch lange erinnern werden.

Was für eine Überraschung – und was für ein Gänsehautmoment: Als Kristjana Dreier vortrat, begleitet von Martin Jung auf der Gitarre, und isländische Volksweisen sang, wurde es im Quartier 36 ganz still. Die eindrucksvolle klare Stimme und der besondere Klang der isländischen Sprache berührten die Gäste tief und verliehen der Eröffnung unserer neuen Fotokunst-Ausstellung »Islandreise-Þetta reddast« eine ganz besondere Atmosphäre.

Die aktuelle Ausstellung des Kunstvereins widmet sich der Kunstfotografie von Susanne und Martin Jung. Mit ihren eindrucksvollen Arbeiten nehmen sie uns mit nach Island – in eine Landschaft voller Gegensätze. Gewaltige Naturkulissen, schroffe und scheinbar lebensfeindliche Orte wechseln sich ab mit stillen, fast mystischen Plätzen und Szenerien von großer Schönheit. Mal als Schwarz–Weiß– Fotografie, mal als fast impressionistisch anmutendes Gemälde erzählen die Arbeiten von Susanne und Martin Jung Geschichten über Island, das sie viele Male bereist haben und das sie bis heute fasziniert. Ihre Fotografien zeugen von dieser besonderen Verbindung zu der nordatlantischen Insel und laden dazu ein, die faszinierende Natur aus ihrer persönlichen Perspektive zu entdecken.

In ihrer wunderbaren Laudatio beschreibt Anna Greil sehr anschaulich das Wesen und die Wirkung der Arbeiten von Susanne und Martin Jung. Unbedingt lesen! Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Juli 2026 geöffnet! Wir laden Sie ein, sich verzaubern zu lassen!

Impressionen
Fotos: M. Roos, H. Hoppe. C. Goedecke

Finissage »Irische Impressionen« mit Kulturtrias

Im Quartier 36 fand die stimmungsvolle Finissage der Ausstellung »Irische Impressionen« statt, die zahlreiche Kunstinteressierte anzog und einen gelungenen Abschluss der Ausstellung bildete. Wie schon bei der Vernissage wurden die Bilder von Claus Vahle im Rahmen einer Kulturtrias präsentiert. Ein abwechslungsreiches Programm aus Kunst, Literatur und Musik.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Lesung von Annegret Vahle, die aus »Die Landung« von Liam O’Flaherty vortrug und das Publikum mit ihrer eindringlichen Interpretation in die raue und zugleich poetische Welt Irlands entführte. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Patrick Vahle, der mit irischen Folksongs für eine authentische Atmosphäre sorgte.

Grußworte sprachen Inke Asmussen sowie Dr. Anke Carstens-Richter vom Kulturzentrum Schleswig. Auch der Heider Kunstverein war als Gast vertreten und unterstrich die enge Vernetzung der Kulturschaffenden.

Die Finissage war sehr gut besucht und zeichnete sich durch eine lebendige, herzliche Stimmung aus. Bei Getränken und kleinen Snacks kamen die Gäste miteinander ins Gespräch, während Claus Vahle durch die Ausstellung führte und noch einmal spannende Einblicke in die Werke und deren Hintergründe gab.

Impressionen
Fotos Goedecke

Irische Impressionen

Eine Vernissage voller Klang, Wort und Farbe

Das Foyer des Quartier 36 platzte aus allen Nähten, als Inke Asmussen und Mechthild Wichmann-Kramp die kunstbegeisterten Gäste zur Vernissage der Ausstellung „Irische Impressionen“ begrüßten. Schon beim Eintreten lag eine besondere Stimmung in der Luft – erwartungsvoll, warm, ein wenig wie vor einer Reise. Und tatsächlich: Dieser Abend führte das Publikum mitten hinein in die Landschaften, Geschichten und Klänge Irlands.

Anders als bei früheren Ausstellungen wurde die Eröffnung als echte Kulturtrias inszeniert. Irische Musik, gespielt und gesungen von Patrick Vahle, verlieh dem Raum eine melancholisch-fröhliche Note. Dazu las Annegret Vahle zwei Kurzgeschichten aus Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“ sowie aus „Die redselige Insel“ von Hugo Hamilton. Wort und Musik ergänzten sich auf wunderbare Weise und öffneten den emotionalen Raum, in dem sich die Bilder von Claus Vahle entfalten konnten. Die Laudatio von Dr. Anke Carstens-Richter und das Gedicht »Die Heilung von Troja« von Seamus Heaney rundete das Programm kenntnisreich und feinfühlig ab.

Claus und Annegret Vahle sind bekennende Irland-Liebhaber – und das spürt man in jedem Werk. Während zahlreicher Urlaubsreisen entstanden über die Jahre mehr als 1000 Skizzen und Bilder. Waren die frühen Arbeiten noch stark abstrahiert, wurden sie mit der Zeit zunehmend gegenständlich. Geblieben sind die oft zarten Pastelltöne, die heute als unverkennbares Markenzeichen von Claus Vahle gelten. Sie fangen das irische Licht ein, die Weite der Landschaft, die Ruhe und zugleich die Spiritualität der Insel.

Sláinte – auf eine rundum gelungene Vernissage, die Kunst, Literatur und Musik harmonisch vereinte und bei der wohl so manche Besucherin und mancher Besucher mit neuer Sehnsucht nach der Grünen Insel nach Hause ging.
Impressionen
Fotos: Horst Hoppe und Christina Goedecke

Zu Gast im Stadtmuseum

Am 4. Februar 2026 waren die Mitglieder des Kunstvereins zur Vernissage einer außergewöhnlichen Ausstellung »Sichtwechsel – Wechselsicht« in den Räumen des Fotoclubs Schleswig eingeladen. Zu sehen sind Arbeiten der beiden Malerinnen Stephanie Hartstang (Aquarell und Mixed Media) und Maike Osterkamp (Acryl) sowie der Fotografen Thomas Hartstang und Jörg Böttger. Schon zur Eröffnung wurde deutlich: Diese Schau geht über eine klassische Präsentation von Kunstwerken hinaus und eröffnet neue Sichtweisen.

Das besondere Konzept der Ausstellung liegt in der gegenseitigen Kuratierung: Die Künstlerinnen und Künstler wählten jeweils die Werke der anderen aus. So entstand ein spannender Dialog zwischen Malerei und Fotografie – ein Blick von außen auf das eigene Schaffen, ergänzt durch feinsinnige, teils humorvolle charakterliche Zuschreibungen. Genau dieser Perspektivwechsel erklärt den Titel der Ausstellung und macht ihren Reiz aus. »Sichtwechsel – Wechselsicht« ist eine sehr persönliche, überraschende und absolut sehenswerte Ausstellung. Neugierig geworden? Auf der Website des Fotoclubs finden sich in Kürze weitere Termine, an denen die Künstlerinnen und Künstler persönlich anwesend sein werden.

Vernissage der Ausstellung Elke und Karin im KulturL

Am Samstag, den 2. August 2025, luden Karin Palisaar und Wulf Schady zu einer ganz besonderen Ausstellungseröffnung im KulturL im Stadtweg in Schleswig ein. Gezeigt werden Pastell– und Acrylbilder von Elke Schady und Holzschnitte von Karin Palisaar. Dr. Anke Carstens–Richter führte in die Ausstellung ein und würdigte das Leben und Schaffen von Elke Schady (1942 bis 2025) und Karin Palisaar. Elke Schady malte von Kindesbeinen an, meist mit Pastellkreiden, mit denen sie virtuos umgehen konnte, Landschaftsansichten, Meeresbilder und auch viele Portraits. Sie blieb dem klassische Stil der Malerei stets treu. Karin Palisaar dagegen erfindet sich im Laufe ihres Künstlerlebens immer wieder neu und präsentiert in dieser Ausstellung ihre, technisch sehr gelungenen, Holzschnitte. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des KulturL noch bis zum 15. August zu sehen.

Fotos: Christina Goedecke
Impressionen

Ausstellung Karin Palisaar im Bürgerbahnhof Dorsten

Vom 10. Januar bis 28. März 2025 konnten im Bürgerbahnhof Dorsten zahlreiche Holzschnittarbeiten von unserem langjährigen Mitglied Karin Palisaar bewundert werden. Die Ausstellung war ein großer Erfolg! Karin Palisaar ist in verschiedenen Techniken wie Aquarell-, Öl-, Acrylmalerei sowie Mischtechniken zu Hause. Holzschnitt und bildhauerische Arbeiten gehören ebenfalls zu ihrem Schaffen. Ihre Werke zeigen in allen Techniken eine große Experimentierfreude.
Ihr künstlerischer Werdegang wurde durch die Teilnahme an zahlreichen Sommerakademien und Studienaufenthalten in Italien, der Schweiz und Frankreich gefördert und geprägt. Ihre Arbeiten wurden in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. Karin Palisaar lebte 30 Jahre in Dorsten, war Teil der dortigen Kunstszene und mehrere Jahre im Vorstand des Dorstener Kunstvereins. Seit ihrem Umzug nach Schleswig ist sie hier künstlerisch aktiv und ein sehr geschätztes Mitglied der Gruppe »Offene Ateliers Schleswig«  und natürlich unseres Kunstvereins.

Impressionen
Fotos: Christina Goedecke

Vernissage Ilse Demasius »Mensch und Tier im Blick«

Wieder gibt es eine neue Ausstellung des Kunstvereins Schleswig und Umgebung e.V im Quartier 36 in Schleswig zu sehen.

Diese Ausstellung ist etwas ganz Besonderes, wie ja eigentlich alle Ausstellungen des Vereins.

Ilse Demasius stellt eindrucksvolle Zeichnungen und Kalligrafien aus. Die Zeichnungen zeigen Portraits von bekannten und nicht so bekannten, aber interessanten Persönlichkeiten. Die Kalligrafien bringen uns Texte nahe, die zum Nachdenken anregen.

Zur Vernissage am 25. April kamen zahlreiche Kunstinteressierte. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Vereins, Inke  Asmussen ging Ilse Demasius mit ihren Gästen durch die Ausstellung und stellte ihre Werke vor. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch die Pianistin Viktoria Skiba.

Ilse Demasius ist in Namibia geboren und aufgewachsen. Später lebte sie mit ihrer Familie in Johannesburg/Südafrika, von wo sie 1997 mit ihrer Familie nach Deutschland auswanderte. seit 2007 lebt Ilse Demasius in Schleswig. Hier lernte sie die Kunstszene kennen und entdeckte ihre Leidenschaft fürs Zeichnen wieder. Besonders der Künstler Carlos Morscheck hat sie inspiriert.

Impressionen
Text: Inke Asmussen
Fotos: Horst Hoppe und Ilse Demasius

Vernissage Bernd Wilms »Farbe, Form & Fantasie«

Trotz der Kälte kamen viele interessierte Kunstfreundinnen und Kunstfreunde am 17. Januar 2025 zur Vernissage in das Foyer des Quartier 36, um sich die besondere Ausstellung von Bernd Wilms anzuschauen. Wilms sorgfältig gearbeitete Papiercollagen bestechen durch wunderbare Kompositionen und dezente Farbigkeit. Seine fantasievollen Skulpturen ergänzen die Collagen aufs Wunderbarste. Wilms Papiercollagen verfügen über eine besondere Sensibilität für Ästhetik mit viel Liebe zum Detail, während die Skulpturen den Raum erweitern und das Gesamtwerk zu etwas Dreidimensionalem machen. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Kunstvereins Inke Asmussen führte Klaus Müller, ein langjähriger Wegbegleiter von Bernd Wilms, launig und kompetent in das Schaffen von Wilms ein. Anke Steenbeck rahmte den Vortrag mit passgenau abgestimmten Liedern zu Vortrag und Ausstellung ein. Sie begleitete sich selbst mit der Gitarre. Abschließend bedankte sich Bernd Wilms bei allen Helferinnen und Helfern, die zum Erfolg der Ausstellung beigetragen haben. Es war ein gelungener Abend, der die Collagen und Skulpturen ins rechte Licht rückte. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. März 2025 geöffnet.

Impressionen
Fotos: Horst Hoppe

Vernissage Reinhard Unruh »Eine Werkschau«

Fotos: J. Tschesch und C. Goedecke

Am 27. September 2024 verwandelte sich das Foyer des Quartier 36 abermals in eine belebte Galerie, als unser Kunstverein zur Vernissage der Fotoausstellung unseres Mitglieds Reinhard Unruh einlud. Gewohnt charmant begrüßte Inke Asmussen unsere Gäste, insbesondere Stephan Dose, der sich als Bürgermeister stets für die Belange von Kunst und Kultur in Schleswig einsetzt. Christian Conrad führte im Anschluss mit einer launigen Laudatio in die Ausstellung mit dem Titel »Eine Werkschau« ein.

»Ist Fotografie Kunst?«, fragte Christian Conrad und beantwortete die Frage mit einem klaren »Ja!«. Schon seit Jahren verschreibe sich unser Kunstverein der Förderung sowohl von Malerei und Musik als auch von Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel. »Bei uns ist Kunst, was beim Erstellen Mühe, Vorstellung, Auge und Sorgfalt verlangt - und beim Betrachter Freude hervorruft!«

Die ausgestellten Digital-Fotografien von Reinhard Unruh zeigen Motive aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Dänemark. Sie halten, wie Reinhard Unruh selbst sagt, Großes und Kleines, Außergewöhnliches und Bemerkenswertes fest. "Viele Motive sind uns bekannt und rufen beim Betrachten ein »GENAU!" hervor«, betonte Christian Conrad. Das Besondere an Reinhard Unruhs Fotografien ist, dass sie nicht nachträglich bearbeitet wurden und so ganz unmittelbar auf den Betrachter wirken. Der Hobbyfotograf Reinhard Unruh, dem die Freude am Fotografieren förmlich anzusehen ist, ganz ungefiltert und ganz echt, ruft den anwesenden Kunstschaffenden zu, sich zu trauen, ihre eigenen Werke im Rahmen einer Ausstellung zu präsentieren.