NordArt 2026
Auch in diesem Jahr führte uns unser Weg, trotz »strahlendem Sonnenschein«, zur NordArt in die historische Carlshütte. Die beeindruckende Verbindung von zeitgenössischer Kunst und der rauen Atmosphäre der ehemaligen Eisengießerei bot wieder zahlreiche spannende Eindrücke. Auf rund 22000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und im weitläufigen Skulpturenpark präsentieren 200 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. In der ACO–Wagenremise stellen sieben Künstlerinnen aus Zentralasien aus. Unter dem Titel »Silsila«, was soviel bedeutet wie »Kette« oder genauer Überlieferungslinie, beschäftigen sie sich mit dem Thema der kulturellen Erinnerung. Vorallem Frauen geben ihr Wissen von einer Generation zur nächsten weiter. Die Werke, wie zum Beispiel Collagen aus Plastiktüten, Druckgrafiken, Stickereien und Textildesign, zeigen, wie vielfältig Kunst auf gesellschaftliche Veränderung reagieren und Identität bewahren kann.
Im Mittelpunkt der diesjährigen NordArt steht das Baltikum mit einem gemeinsamen Pavillon »Vilnius–Riga–Tallin: Notes from the fringe«. Vertreten sind Künstlerinnen und Künstler aus Litauen, Lettland und Estland. Die Ausstellung widmet sich der besonderen Geschichte und Gegenwart dieser drei Länder, die von Fremdherrschaft, dem Ringen um Unabhängigkeit und dem Bewahren ihrer kulturellen Identität geprägt ist. Wir danken unseren fachkundigen Kunsthistorikerinnen Frau Koch und Frau Westermann für die interessanten Führungen und Erläuterungen zu diesen beiden Themengebieten. Nach so vielen Informationen konnten wir uns bei einem gemeinsamen Essen im schönen Museumscafé entspannen und die vielen neuen Eindrücke verarbeiten.
Impressionen
Fotos: Ilse Demasius, Axel Michaelsen und Christina Goedecke
