Finissage »Irische Impressionen« mit Kulturtrias

Im Quartier 36 fand die stimmungsvolle Finissage der Ausstellung »Irische Impressionen« statt, die zahlreiche Kunstinteressierte anzog und einen gelungenen Abschluss der Ausstellung bildete. Wie schon bei der Vernissage wurden die Bilder von Claus Vahle im Rahmen einer Kulturtrias präsentiert. Ein abwechslungsreiches Programm aus Kunst, Literatur und Musik.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Lesung von Annegret Vahle, die aus »Die Landung« von Liam O’Flaherty vortrug und das Publikum mit ihrer eindringlichen Interpretation in die raue und zugleich poetische Welt Irlands entführte. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Patrick Vahle, der mit irischen Folksongs für eine authentische Atmosphäre sorgte.

Grußworte sprachen Inke Asmussen sowie Dr. Anke Carstens-Richter vom Kulturzentrum Schleswig. Auch der Heider Kunstverein war als Gast vertreten und unterstrich die enge Vernetzung der Kulturschaffenden.

Die Finissage war sehr gut besucht und zeichnete sich durch eine lebendige, herzliche Stimmung aus. Bei Getränken und kleinen Snacks kamen die Gäste miteinander ins Gespräch, während Claus Vahle durch die Ausstellung führte und noch einmal spannende Einblicke in die Werke und deren Hintergründe gab.

Impressionen
Fotos Goedecke

Vernissage Claus Vahle »Stillleben«

Claus Vahle (Jahrgang 1940) hat als langjähriges Mitglied des Schleswiger Kunstvereins schon viele Vernissagen seiner Werke im bewährten „TRIO“-Format durchgeführt, so auch diesmal im Quatier 36 in Schleswig.

Nach der offiziellen Begrüßung der über 60 Gäste durch den Stellvertretenden Vorsitzenden des Kunstvereins Jürgen Wind folgte in bewährter Familientradition durch Patrick Vahle mit Gitarrenspiel, englischem und irischem Gesang, die musikalische Einstimmung auf die Ausstellung.

Annegret Vahle gab dann eine aussagekräftige, weitgespannte Einführung in zwei Abschnitten zum Thema »Stillleben«, das den Künstler Claus Vahle über einen Zeitraum von 1958 bis 2023 immer wieder in unterschiedlicher Weise begleitet hat.

Ich zitiere aus den Schleswiger Nachrichten vom 13.07.23: »Als Schüler und Student haben mich bereits die Stillleben von Paul Cézanne und Georgio Morandi beeindruckt«, sagt Vahle. Frühe Arbeiten von Gefäßen, die er selbst als Vorlage für Bilder arrangierte, sind diesen Vorbildern nachempfunden.“

Schon früh beobachtete Vahle Details in Technik, Natur, Umwelt und Arbeitsleben und setzte diese Erlebnisse in Bleistift, Aquarell und Öl in seine Werke um. Dabei hatte er immer auch ein waches Empfinden für den fahrlässigen Umgang des Menschen mit der Natur.

32 Arbeiten der Kunstdisziplin »Stillleben« präsentiert Claus Vahle in seiner aktuellen Ausstellung, die bis in den Oktober 2023 in den hellen Räumen des Quatier 36 zu sehen sein wird. Nach der ausführlichen Einführung erklärte der wie immer bescheidene Künstler unter Beifall: »Die Ausstellung ist eröffnet«.