Tag der Druckkunst

Anlässlich des heutigen Tag der Druckkunst wurde im Kunsthaus Kappeln die Ausstellung »Wir machen Druck« eröffnet. Insgesamt 15 Künstlerinnen und Künstler aus Schleswig-Holstein, darunter Heidemarie Utecht, Rosa Hipp und Imme Feldmann, präsentieren dort ihre Arbeiten und geben einen spannenden Einblick in die Vielfalt der zeitgenössischen Druckkunst.

Zur Vernissage versammelten sich zahlreiche kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher, um die Werke erstmals zu sehen. Die Ausstellung zeigt eine abwechslungsreiche Auswahl unterschiedlicher Drucktechniken – von klassischen Verfahren bis hin zu experimentellen Ansätzen. Dadurch entsteht ein facettenreicher Überblick über die kreativen Möglichkeiten der Druckgrafik. In einer kurzen Einführung erläuterte der 2. Vorsitzenden Herr Burckart die verschiedenen Druckverfahren anschaulich und lud die Anwesenden ein, sich auf Entdeckungsreise zu begeben.

Der Tag der Druckkunst erinnert jedes Jahr am 15. März an die Bedeutung dieser traditionsreichen Kunstform. Auch im Kunsthaus Kappeln wird deutlich, dass Druckkunst heute wieder verstärkt Aufmerksamkeit erfährt, nicht nur bei Sammler*innen, sondern auch beim kunstinteressierten Publikum. Wir danken dem Kunsthaus Kappeln für die Einladung zur Vernissage. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. April 2026 zu sehen.

Neue Ausstellung im Quartier 36: Wandlungen

Am Freitag, den 21. November 2025 war es wieder so weit: Der Kunstverein eröffnete eine weitere spannende Ausstellung, kuratiert von Bernd Wilms, in den Räumen des QUARTIERS 36 mit Arbeiten von Heidemarie Utecht und Jutta Heilmann. Beide Künstlerinnen sind im Verein Natur & Kultur Carlshöhe in Eckernförde (nakuev) beheimatet und noch bis zum 23. Januar 2026 zu Gast in Schleswig.

Die Ausstellung mit dem Titel »Wandlungen« zeigt faszinierende Monotypien von Heidemarie Utecht, deren Arbeiten  sich durch eine kraftvolle Bildsprache auszeichnen, die vorwiegend abstrakt angelegt ist und den Betrachtenden nicht nur in ihren Bann zieht, sondern auch anregt, sich sein ganz eigenes Bild zu machen.

Jutta Heilmann zeigt mit ihren Skulpturen eine völlig andere, aber ebenso beeindruckende Perspektive. Ihre Werke aus den verschiedensten Steinarten sind durchdachte Kompositionen von Form und Raum. Die Skulpturen sprechen eine klare, aber zugleich subtile Sprache mit fast erzählerischer Qualität in sich, die beim Betrachten zum Nachdenken anregt.

Jutta Heilmann und Heidemarie Utecht haben entschieden, diese Ausstellung mit dem Titel „Wandlungen“ zu versehen. »Warum?«, fragt sich Klaus Müller, der Laudator, der mit einem exzellenten Vortrag in die Ausstellung einführte. Zum Begriff »Wandlungen« führte er Folgendes aus:
»Der Begriff wird religiös und profan verwendet. Die Kirche bezeichnet damit z. B. die Idee, dass Brot und Wein zu Leib und Blut Jesu werden, ohne ihre eigentliche Form und ihren Geschmack zu verändern. Profan heißt es kurz und knapp: „Das Leben ist eine ständige Wandlung.“ Beides hilft, den Titel zu verstehen.
Die Wandlung eines Gegenstands, ohne ihn selbst zu verändern, finden wir in der Kunst häufig. Als krasse Beispiele können der „Flaschentrockner“ und die „Fontäne“ von Marcel Duchamp gelten. Beide unverändert, aber jetzt im Museum. Hier sehen wir den Granitblock von Jutta Heilmann – nicht mehr am Strand, sondern in der Galerie. Die Bilder von Heidemarie Utecht an den Wänden sind unveränderlich, können aber viele Titel tragen. Die Verknüpfung von Bild und Skulptur, wie im Plakat zu sehen, erzeugt eine neue Wirklichkeit und bewirkt im Betrachter eine neue individuelle Wandlung im Bewusstsein. Jedes Erlebnis verwandelt uns. Alles, was uns widerfährt, alles, was uns berührt, bewirkt etwas in uns, all das hat verwandelnde Kraft. Man muss sie jedoch wirken lassen, man darf sich ihr nicht versperren.«

Musikalisch wurde die Vernissage von der Band »Ulis Ad Hoc Band« begleitet, die sich in dieser Zusammensetzung spontan zusammengefunden hatte und mit ihren leisen melodischen Klängen das Publikum verzauberte. Danke auch an Janine Willhöft und ihr Team für die Gastfreundschaft im Quartier 36. Wir laden Sie herzlich ein, sich von der neuen Ausstellung beeindrucken zu lassen!

Impressionen
Fotos: Goedecke/Roos/Hoppe