Irische Impressionen

Eine Vernissage voller Klang, Wort und Farbe

Das Foyer des Quartier 36 platzte aus allen Nähten, als Inke Asmussen und Mechthild Wichmann-Kramp die kunstbegeisterten Gäste zur Vernissage der Ausstellung „Irische Impressionen“ begrüßten. Schon beim Eintreten lag eine besondere Stimmung in der Luft – erwartungsvoll, warm, ein wenig wie vor einer Reise. Und tatsächlich: Dieser Abend führte das Publikum mitten hinein in die Landschaften, Geschichten und Klänge Irlands.

Anders als bei früheren Ausstellungen wurde die Eröffnung als echte Kulturtrias inszeniert. Irische Musik, gespielt und gesungen von Patrick Vahle, verlieh dem Raum eine melancholisch-fröhliche Note. Dazu las Annegret Vahle zwei Kurzgeschichten aus Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“ sowie aus „Die redselige Insel“ von Hugo Hamilton. Wort und Musik ergänzten sich auf wunderbare Weise und öffneten den emotionalen Raum, in dem sich die Bilder von Claus Vahle entfalten konnten. Die Laudatio von Dr. Anke Carstens-Richter und das Gedicht »Die Heilung von Troja« von Seamus Heaney rundete das Programm kenntnisreich und feinfühlig ab.

Claus und Annegret Vahle sind bekennende Irland-Liebhaber – und das spürt man in jedem Werk. Während zahlreicher Urlaubsreisen entstanden über die Jahre mehr als 1000 Skizzen und Bilder. Waren die frühen Arbeiten noch stark abstrahiert, wurden sie mit der Zeit zunehmend gegenständlich. Geblieben sind die oft zarten Pastelltöne, die heute als unverkennbares Markenzeichen von Claus Vahle gelten. Sie fangen das irische Licht ein, die Weite der Landschaft, die Ruhe und zugleich die Spiritualität der Insel.

Sláinte – auf eine rundum gelungene Vernissage, die Kunst, Literatur und Musik harmonisch vereinte und bei der wohl so manche Besucherin und mancher Besucher mit neuer Sehnsucht nach der Grünen Insel nach Hause ging.