Tag der Druckkunst

Anlässlich des heutigen Tag der Druckkunst wurde im Kunsthaus Kappeln die Ausstellung »Wir machen Druck« eröffnet. Insgesamt 15 Künstlerinnen und Künstler aus Schleswig-Holstein, darunter Heidemarie Utecht, Rosa Hipp und Imme Feldmann, präsentieren dort ihre Arbeiten und geben einen spannenden Einblick in die Vielfalt der zeitgenössischen Druckkunst.

Zur Vernissage versammelten sich zahlreiche kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher, um die Werke erstmals zu sehen. Die Ausstellung zeigt eine abwechslungsreiche Auswahl unterschiedlicher Drucktechniken – von klassischen Verfahren bis hin zu experimentellen Ansätzen. Dadurch entsteht ein facettenreicher Überblick über die kreativen Möglichkeiten der Druckgrafik. In einer kurzen Einführung erläuterte der 2. Vorsitzenden Herr Burckart die verschiedenen Druckverfahren anschaulich und lud die Anwesenden ein, sich auf Entdeckungsreise zu begeben.

Der Tag der Druckkunst erinnert jedes Jahr am 15. März an die Bedeutung dieser traditionsreichen Kunstform. Auch im Kunsthaus Kappeln wird deutlich, dass Druckkunst heute wieder verstärkt Aufmerksamkeit erfährt, nicht nur bei Sammler*innen, sondern auch beim kunstinteressierten Publikum. Wir danken dem Kunsthaus Kappeln für die Einladung zur Vernissage. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. April 2026 zu sehen.

Daniel Richter »Torf«

Trotz Eis und Schnee machten sich 16 Mitglieder des Kunstvereins auf den Weg ins Schloss Gottorf, um die Ausstellung des renommierten Malers Daniel Richter zu besuchen. Wir wurden von Dr. Fleischauer, dem Kurator der Ausstellung, durch die eindrucksvolle Schau geführt! Die Führung war wie immer äußerst unterhaltsam und vor allem informativ. Dr. Fleischauer verstand es trefflich, einen Weg aufzuzeigen, wie man sich Richter nähern kann.

Gezeigt wurden überwiegend großformatige Werke aus den vergangenen 15 Jahren – imposant in ihrer Wirkung und von beeindruckender Farbgewalt. Richter führt seine gegenständliche Malerei dabei immer wieder bis an die äußerste Grenze der Abstraktion. Dr. Fleischhauer dazu: »Das Gegenständliche in einem Bild, also der Inhalt, entscheidet nicht darüber, ob ein Bild gut ist, sondern die Art, wie es gemalt ist.«

Richter, Jahrgang 1962, fühlt sich der Haltung der »Dorfpunks« verbunden und nähert sich seinen Bildern über die Musik des Widerstands seiner Zeit. Diese Einflüsse sind in seinen Werken spürbar – kraftvoll, rebellisch und zugleich vielschichtig. Den exzellenten Abschluss der Ausstellung bildet ein zweistündiger Film über Daniel Richter, der tiefe Einblicke in seine Ansichten und sein künstlerisches Schaffen gewährt.

Richter überlässt die Interpretation seiner Bilder bewusst den Betrachtenden und vergibt nur selten Titel. »Seine Kunst wirkt universell – und wird auch in zwanzig Jahren, dann vielleicht in einem anderen Kontext, nichts von ihrer Faszination verloren haben.« So der Kurator.

Impressionen
Fotos: Christina Goedecke

Irische Impressionen

Eine Vernissage voller Klang, Wort und Farbe

Das Foyer des Quartier 36 platzte aus allen Nähten, als Inke Asmussen und Mechthild Wichmann-Kramp die kunstbegeisterten Gäste zur Vernissage der Ausstellung „Irische Impressionen“ begrüßten. Schon beim Eintreten lag eine besondere Stimmung in der Luft – erwartungsvoll, warm, ein wenig wie vor einer Reise. Und tatsächlich: Dieser Abend führte das Publikum mitten hinein in die Landschaften, Geschichten und Klänge Irlands.

Anders als bei früheren Ausstellungen wurde die Eröffnung als echte Kulturtrias inszeniert. Irische Musik, gespielt und gesungen von Patrick Vahle, verlieh dem Raum eine melancholisch-fröhliche Note. Dazu las Annegret Vahle zwei Kurzgeschichten aus Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“ sowie aus „Die redselige Insel“ von Hugo Hamilton. Wort und Musik ergänzten sich auf wunderbare Weise und öffneten den emotionalen Raum, in dem sich die Bilder von Claus Vahle entfalten konnten. Die Laudatio von Dr. Anke Carstens-Richter und das Gedicht »Die Heilung von Troja« von Seamus Heaney rundete das Programm kenntnisreich und feinfühlig ab.

Claus und Annegret Vahle sind bekennende Irland-Liebhaber – und das spürt man in jedem Werk. Während zahlreicher Urlaubsreisen entstanden über die Jahre mehr als 1000 Skizzen und Bilder. Waren die frühen Arbeiten noch stark abstrahiert, wurden sie mit der Zeit zunehmend gegenständlich. Geblieben sind die oft zarten Pastelltöne, die heute als unverkennbares Markenzeichen von Claus Vahle gelten. Sie fangen das irische Licht ein, die Weite der Landschaft, die Ruhe und zugleich die Spiritualität der Insel.

Sláinte – auf eine rundum gelungene Vernissage, die Kunst, Literatur und Musik harmonisch vereinte und bei der wohl so manche Besucherin und mancher Besucher mit neuer Sehnsucht nach der Grünen Insel nach Hause ging.
Impressionen
Fotos: Horst Hoppe und Christina Goedecke

Zu Gast im Stadtmuseum

Am 4. Februar 2026 waren die Mitglieder des Kunstvereins zur Vernissage einer außergewöhnlichen Ausstellung »Sichtwechsel – Wechselsicht« in den Räumen des Fotoclubs Schleswig eingeladen. Zu sehen sind Arbeiten der beiden Malerinnen Stephanie Hartstang (Aquarell und Mixed Media) und Maike Osterkamp (Acryl) sowie der Fotografen Thomas Hartstang und Jörg Böttger. Schon zur Eröffnung wurde deutlich: Diese Schau geht über eine klassische Präsentation von Kunstwerken hinaus und eröffnet neue Sichtweisen.

Das besondere Konzept der Ausstellung liegt in der gegenseitigen Kuratierung: Die Künstlerinnen und Künstler wählten jeweils die Werke der anderen aus. So entstand ein spannender Dialog zwischen Malerei und Fotografie – ein Blick von außen auf das eigene Schaffen, ergänzt durch feinsinnige, teils humorvolle charakterliche Zuschreibungen. Genau dieser Perspektivwechsel erklärt den Titel der Ausstellung und macht ihren Reiz aus. »Sichtwechsel – Wechselsicht« ist eine sehr persönliche, überraschende und absolut sehenswerte Ausstellung. Neugierig geworden? Auf der Website des Fotoclubs finden sich in Kürze weitere Termine, an denen die Künstlerinnen und Künstler persönlich anwesend sein werden.

Zweiter Künstlerstammtisch

Der zweite Künstlerstammtisch des Kunstvereins war mit 16 Teilnehmenden nicht nur gut besucht, sondern auch ausgesprochen lebendig. Als Einstieg in den Abend sorgte Klaus Müller für Schwung – mit einem »kurzen« Kunstreferat zum Thema »Kunst – was soll das?«. Die Anführungszeichen sind dabei durchaus ernst gemeint, denn aus dem kurzen Impuls entwickelte sich rasch eine ausgiebige, engagierte und stellenweise auch leidenschaftliche Diskussion. Es ging um nicht weniger als die Stellung und Wertigkeit von Kunst und Kultur in unserer heutigen Zeit, wo fortlaufend finanzielle Mittel für Kultur– und Kunstprojekte auf allen Ebenen gekürzt werden, bis hin zu Unterrichtsausfällen in Fächern wie Musik und Kunst an unseren Schulen. Und wer entscheidet das eigentlich?

Der Austausch zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Perspektiven innerhalb der Runde sind – und wie anregend genau diese Vielfalt sein kann. Dabei wurde auch deutlich, dass ein Künstlerstammtisch keine einfache Angelegenheit ist. Die Vorstellungen darüber, wie ein solcher Austausch aussehen soll, sind ebenso unterschiedlich wie die inhaltlichen Positionen selbst: freies Gespräch oder klare Struktur, Diskussion oder Präsentation, Zuhören oder Mitmachen? Bestimmt von jedem etwas, aber wir üben noch!

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Annegret Vahle noch die zukünftige Ausstellung »Irische Impressionen« von Claus Vahle vor und gab damit einen inspirierenden Ausblick auf das Kommende. So endete der Abend mit neuen Denkanstößen, Vorfreude auf die nächste Ausstellung und der leisen Erkenntnis: Ein Künstlerstammtisch ist vielleicht nicht einfach – aber genau deshalb unbedingt lohnenswert.

Unterstützung im Vorstand

Neues Vorstandsmitglied im Kunstverein Schleswig: Bernd Wilms

Der Kunstverein Schleswig begrüßt mit großer Freude Bernd Wilms als neues Mitglied im Vorstand. Ab sofort ist er für die Organisation der Ausstellungen im Quartier 36, der Galerie des Kunstvereins, verantwortlich. In dieser Funktion übernimmt Wilms die Kontaktaufnahme zu den Künstlerinnen und Künstlern, begleitet die Auswahl der Bilder, Fotografien oder Skulpturen und betreut sowohl den Auf- als auch den Abbau der Ausstellungen in engem Austausch mit dem Team des Quartier 36 und dem Hängeteam des Kunstvereins.

Bernd Wilms verfügt über ein außerordentliches Organisationstalent und liebt es, Projekte bis ins kleinste Detail zu planen – sehr zur Freude des Kunstvereins. Seine strukturierte und zugleich engagierte Arbeitsweise sorgt für reibungslose Abläufe und hochwertige Präsentationen, sowohl inhaltlich wie auch optisch.

Als Mitglied der Ateliergemeinschaft Carlshöhe in Eckernförde ist Bernd Wilms auch selbst künstlerisch tätig. Im vergangenen Jahr zeigte er seine Collagen und Skulpturen als dreidimensionale Gesamtkomposition im Quartier 36. Besucherinnen und Besucher staunten über die Akkuratesse und die große Liebe zum Detail, mit der seine Werke gestaltet sind.

Bereits vor seiner Berufung in den Vorstand im November 2025 kuratierte Wilms zwei weitere Ausstellungen des Kunstvereins: »5 Positionen der Malerei« und die aktuelle Ausstellung »Wandlungen« im Quartier 36. Mit seiner Erfahrung, seinem künstlerischen Blick und seiner Leidenschaft für präzise Planung ist Bernd Wilms eine große Bereicherung für den Kunstverein Schleswig.

Weihnachtsfeier des Kunstvereins

Unsere Weihnachtsfeier in der Wikingerschänke war ein rundum gelungener Abend. Das Zusammenspiel aus leckerem Essen, unterhaltsamen Aktivitäten und der heimeligen Atmosphäre ließ die Gäste den Abend in vollen Zügen genießen. Die Stimmung war von Beginn an fröhlich und entspannt, und das rustikale und gemütliche Ambiente des Gasthauses trug seinen Teil dazu bei, dass dieser Abend noch lange in Erinnerung bleiben wird. Besonders viel Spaß machte Annegret Vahles Weihnachtsquiz mit ausgesucht schönen Preisen für die Gewinner. Wir wünschen allen Mitgliedern auf diesem Wege Frohe Weihnachten und ein gesundes und kreatives neues Jahr!

Impressionen
Fotos: Meike Roos, Horst Hoppe, Christina Goedecke

Mitgliederversammlung des Kunstvereins
mit Ausblick auf das neue Jahr

Am 30. Oktober fand die jährliche Mitgliederversammlung des Kunstvereins statt. Vorsitzende Inke Asmussen eröffnete die Sitzung und begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder herzlich. Im Anschluss stellte sie den Geschäftsbericht des vergangenen Jahres vor und zog eine positive Bilanz über die vielfältigen Aktivitäten und Ausstellungen.

Besonderer Moment des Abends war die Begrüßung neuer Mitglieder, die künftig das Vereinsleben bereichern werden. Danach stellte der Vorstand das Programm für das kommende Jahr vor, das wieder zahlreiche spannende Kunstprojekte und Ausstellungen vorsieht. In der anschließenden Diskussion wurden Ideen und Anregungen der Mitglieder lebhaft geteilt.

Erfreulich war die Berufung von Bernd Wilms in den Vorstand. Er wird künftig als Beisitzer die Organisation zukünftiger Ausstellungen begleiten. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Nach dem offiziellen Teil kamen wir in den Genuss eines gemeinsamen Abendessens. In geselliger Runde kam es zu einem regen Austausch unter den Anwesenden – ein gelungener Abschluss einer produktiven und harmonischen Veranstaltung in den Räumen des Hotels »Alter Kreisbahnhof«.

Impressionen:
Fotos: C. Goedecke

Künstlerstammtisch geht an den Start

Heiterer Auftakt beim ersten Künstlerstammtisch im Quartier 36

Mit viel guter Laune und kreativer Energie fand am vergangenen Donnerstag der erste Künstlerstammtisch des Kunstvereins im Quartier 36 statt. Insgesamt 15 Mitglieder folgten der Einladung und machten den Abend zu einem lebendigen Treffpunkt des Austauschs und der Inspiration.

In entspannter Atmosphäre wurde nicht nur über bevorstehende Aktivitäten und Angebote des Kunstvereins gesprochen – auch persönliche Projekte, Ideen und Wünsche fanden reichlich Raum. Schnell wurde klar: Der Wunsch nach mehr Miteinander und kreativem Dialog ist groß.

Umso erfreulicher, dass die Idee eines regelmäßigen Stammtisches auf begeisterte Zustimmung stieß. »Endlich haben wir einen Ort, um uns auch außerhalb der offiziellen Veranstaltungen kennenzulernen und auszutauschen«, war aus mehreren Ecken zu hören.

Der nächste Künstlerstammtisch ist bereits in Planung – am 8. Januar 2026 wird wieder geschnackt. Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich willkommen!

Kreative Köpfe, gute Gespräche – so darf es gerne weitergehen. Ein ganz großes Dankeschön an Janine Willhöft für ihre Gastfreundschaft!

Spendenaufruf für das KulturL

Liebe Kulturfreunde,
das KulturL in Schleswig ist ein lebendiger Treffpunkt für Kunst, Kultur und gemeinschaftliches Miteinander. Seit Jahren bereichert das Kulturzentrum unsere Stadt mit vielfältigen Veranstaltungen, Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und Workshops. Hier finden Menschen aller Altersgruppen und aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der Inspiration.

Doch diese wertvolle Einrichtung ist auf Ihre Hilfe angewiesen, um weiterhin bestehen zu können. Die finanziellen Mittel sind begrenzt, und nur durch die Unterstützung von Menschen wie Ihnen kann hoffentlich sichergestellt werden, dass das KulturL auch in Zukunft ein Ort der Kultur und Kreativität mitten in der Stadt bleibt.

Ihre Spende macht den Unterschied!

Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass das KulturL auch weiterhin einen wichtigen Platz im kulturellen Leben Schleswigs einnimmt. Egal, ob Sie das Projekt mit einer kleinen oder großen Summe unterstützen – jeder Beitrag hilft! Mit Ihrer Hilfe können die laufenden Kosten gedeckt werden, Veranstaltungen realisiert und die Räume für zukünftige Projekte gesichert werden.

So können Sie spenden

Auf der Website des Kulturzentrums Schleswig finden Sie den Spendenaufruf mit allen weiteren Informationen.

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Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Mit besten Grüßen,
Ihr Team vom KulturL Schleswig